Marcel Schäfer erntet viel Lob

18. April 2012

Mehr als nur netter Applaus für Marcel Schäfer beim Fußball-Talk des Spendenparlamentes im Hotel am See. Rund 70 Gäste folgten dem Bundesligaprofi bei seinen Erzählungen über seine persönliche Entwicklung vom Jugendfußballer zum Profisportler.

Auf Einladung des Spendenparlamentes löste Pate Marcel Schäfer sein Versprechen ein und nahm, gemeinsam mit Kerstin Rother, Karsten Pommerenke und Rainer Dworog, an der Gesprächsrunde teil.

Marcel Schmidt moderierte die Diskussion und bat Marcel Schäfer, gleich zu Beginn, von seinem Traum als Profifußballer zu berichten.

„Ich war mir gar nicht so sicher.“, berichtete Schäfer. In seinem Heimatverein habe es einige Spieler gegeben, die nach seinem Empfinden mehr Talent gehabt hätten. „Wenn die es nicht schaffen, dann ich erst recht nicht!“, erinnerte sich Schäfer. Es kam anders und führte ihn bis dato zum VfL Wolfsburg an die Aller.

Karsten Pommerenke, Kreisauswahltrainer des NFV, schwenkte ein. „In der Talentsich-tung habe man mit vielen Kritikern zu kämpfen. Trainer und Eltern sind oftmals anderer Ansicht, als die Talentsichter“.

Rainer Dworog, bekennender VfL-Fan, gab zu Bedenken, dass sich im Laufe der Jahre die Strukturen verändert haben. „Früher haben die VfL-Spieler vormittags im Werk gearbeitet und sind danach zum Training gegangen.“

Marcel Schäfer unterstrich, wie wichtig es sei, in jedem Fall die Schule abzuschließen. Für ihn war es selbstverständlich, das Abitur erfolgreich zu beenden. „Im Regelfall habe man als Fußballer gute 10 Jahre im Profi-sport. Man sollte schon genau wissen, was man in den folgenden Jahren machen möchte und kann.“

Auf die Frage, bei welchem Verein er sich in Zukunft spielen sähe, war sich Schäfer sicher: „Ich möchte gern länger in Wolfsburg spielen. Bei einem Wechsel würde ich wohl Probleme mit meinem Sohn bekommen. Den bekomme ich kaum noch aus dem VfL Trikot heraus“, fügte er lächelnd hinzu. Fest stehe für ihn: „Mein Traum ist es, gegen Ende meiner Karriere in der Major Soccer League in den USA spielen“.

Schäfer hat es bis in die Nationalmannschaft geschafft. Moderator Marcel Schmidt wollte es dann ganz genau wissen: „Bekommt man einen Anruf oder eine SMS von Jogi?“.
Damals glaubte er zunächst an einen Scherz der Mannschaftskollegen, bis „…ich Joachim Löw am Dialekt erkannt habe“, gab Marcel Schäfer zu.
Die Nationalmannschaft ist für Landligaspie-lerin Kerstin Rother kein Thema. „Die Ausstrahlung unserer Spielerinnen während der Frauen-WM hat sich positiv auf dem Amateurligen ausgewirkt“, so Rother.

Als bodenständig und sympathisch beschrieb Gast Thorben Grabenhorst den Stargast des Abends und sicherte sich im Anschluss an die kurzweilige Veranstaltung ein Autogramm des Abwehrspielers.

Dass Marcel Schäfer kein Durchreisender ist, bewies er im Anschluss an die Diskussion. Gemeinsam mit den verbliebenen Gästen verfolgte er bis zum Führungstreffer der Bayern das Champions-League Halbfinale.